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contec-Systeme für Naturschutz: Fischaufstiegsanlage am Muldestausee, Deutschland

contec-Systeme für Naturschutz: Fischaufstiegsanlage am Muldestausee, Deutschland

Der Muldestausee in Sachsen- Anhalt, nördlich von Leipzig, ist ein ehemaliger Braunkohle-Tagebau, der im Jahr 1975 geflutet wurde. Nach der Stillegung des Tagebaus Goitsche wurde der Fluss Mulde hier auf einer Länge von insgesamt 9 km verlegt und angestaut, ohne dass auf eine Durchlässigkeit für Fische Rücksicht genommen wurde.

Zusammen mit der Braunkohlesanierung des ehemaligen Tagebaus und der geplanten Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie beschloss man, nachträglich eine Fischaufstiegsanlage einzurichten. Der neue Fischweg, der als Doppelschlitzpass realisiert wurde, ermöglicht es Wanderfischen, das Muldewehr zu überwinden.

Die Bauarbeiten an der Fischtreppe begannen im Jahr 2009. Die Fischaufstiegsanlage wurde als WU-Konstruktion ausgeführt. Bei dieser Bauweise wird wasserundurchlässiger Beton verwendet, der die abdichtende und tragende Funktion übernimmt. Da WU-Konstruktionen nicht in einem Stück gegossen werden können, ist abschnittsweises Betonieren mit Hilfe von Fugen nötig.

DSI Porta Westfalica erarbeitete hierfür die notwendigen Fugendetails. Durch die Kombination von bentonitbeschichteten Fugenblechen – contaflexaktiv – und von contaseal-Polymerquellbändern zusammen mit dem Einsatz von recostal® Abschalelementen konnten die besonderen Anforderungen der Ausführungsplanung erfüllt werden. Bei der Durchdringung des Wehrrückens als Trogbauwerk stand die Dichtigkeit der Fuge zwischen Altbestand und Neubau im Vordergrund. Der Einsatz einer Klemmflanschkonstruktion kam nicht in Frage. In Zusammenarbeit mit DSI Porta Westfalica wurde eine Kombination von contec- Alt/Neu, Frischbetonverbundfolie und bentonitgefüllten Geotextilmatten entwickelt und eingebaut.

Das Projekt wurde von DSI Porta Westfalica von der Planung bis zur Ausführung betreut, und das Unternehmen erstellte auch die für die Bauausführung nötigen Detailpläne.

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