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Freie Fahrt im Süden Wiens - Verankerung der Unterwasserbetonsohle für den neuen S1 Tunnel Rannersdorf mit <i>GEWI</i><sup>®</sup> - Stahl

Freie Fahrt im Süden Wiens - Verankerung der Unterwasserbetonsohle für den neuen S1 Tunnel Rannersdorf mit GEWI® - Stahl

Das rasante Arbeitsplatz- und Einwohnerwachstum der letzten Jahre im Süden Wiens machte ein neues Verkehrskonzept für diesen Raum dringend erforderlich. Ein Kernvorhaben hierbei ist der im Oktober 2001 begonnene Ausbau der Schnellstraßenverbindung S1 zwischen den beiden Autobahnen A2 Süd und A4 Ost.

Mit fünf Tunnelbauwerken zählt das Vorhaben zu einem der aufwändigsten Straßenbauprojekte der letzten Jahre. Dabei stellt vor allem das Herzstück der neuen S1, der 1.880 m lange Tunnel in Rannersdorf mit einem Auftragsvolumen von rund 62 Millionen Euro, alle am Bau Beteiligten vor große technische Herausforderungen. In nur drei Jahren soll der Tunnel, der teilweise bis zu 12 m unter dem Grundwasserspiegel liegt, für den Verkehr freigegeben werden.

Die Trasse des Tunnelbauwerkes, welches in offener Bauweise als "Weiße Wanne" durch die ARGE Strabag AG - Ed. Züblin AG hergestellt wird, verläuft in quartären Kiesen. Diese stellen aufgrund ihrer Durchlässigkeit und hohen Grundwasserständen große technische Anforderungen an die Planung und Ausführung. Des Weiteren müssen zwei Ortschaften und zwei Bundesstraßen unter ständiger Aufrechterhaltung des Verkehrs sowie vier Fließgewässer unter Beachtung aller Umweltstandards gequert bzw. untergraben werden.

Spundwandbauweise mit verankerter Unterwasserbetonsohle

Mit zunehmender Tiefe der Trassenführung und steigendem Wasserdruck von außen war die Ausführung einer Wasserhaltung unter Berücksichtigung der wasserrechtlichen Auflagen nicht mehr möglich. Nach dem Rammen von Spundwänden erfolgte der Aushub unter Wasser. Die Sohlenabdichtung für die Schaffung einer trockenen Baugrube wurde mit Hilfe einer Unterwasserbetonsohle mit einer Stärke von 1,50 m hergestellt.

Zur temporären Rückverankerung dieser Unterwasserbetonsohle lieferte DSI ca. 400 t GEWI®-Zugpfähle, die im Raster von 3 - 4 m und einer Länge von bis zu 14 m unter dem Niveau der Bodenplatte von einem Schwimmponton aus abgeteuft wurden. Die Zugkraft beträgt bis zu 1.000 kN. Vor der Betonage des Unterwasserbetons wurden diese Zugpfähle von Tauchern mit einer Gegenplatte versehen und der restliche Schlamm entfernt. Die Betonage der Unterwasserbetonsohle erfolgte in einem Zug - das bedeutete über 3.000 m3 Beton oder über 30 h Arbeitszeit. Nach ca. 5 Tagen war der Beton erhärtet, so dass die Baugrube gelenzt werden konnte. Die weiteren Arbeiten konnten nun analog den Spundwandtrögen in trockener Bauweise erfolgen.

Die Fertigstellung und Freigabe für den Verkehr der neuen Südumfahrung S1 ist für Mitte 2006 geplant.

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