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 Koralm Eisenbahntunnel, Erkundungstunnel Paierdorf, Österreich

Koralm Eisenbahntunnel, Erkundungstunnel Paierdorf, Österreich

Die geplante Eisenbahnverbindung zwischen Graz und Klagenfurt stellt einen wichtigen Abschnitt der so genannten „adriatisch-baltischen Achse“ als Verbindung zwischen Venedig in Italien und Gdansk, Polen, dar. Das Kernstück dieses Bahnabschnitts ist der 32,8 km lange Koralmtunnel, der im Jahr 2016 als Doppelröhrentunnel in Betrieb genommen werden soll. Die Kosten für dieses Projekt belaufen sich auf geschätzte 1,8 Milliarden Euro.

Um ausreichende Informationen über die geologische Situation im Bereich des zukünftigen Koralmtunnels zu erhalten, werden seit 1998 aufwendige Erkundungsarbeiten durchgeführt. Ingesamt werden hierbei Erkundungstunnel mit einer Gesamtlänge von 11 km aufgefahren, bevor die Arbeiten am eigentlichen Tunnelprojekt beginnen. Um einen möglichst umfassenden Überblick zu bekommen, wurde das Erkundungsprogramm in einen östlichen und drei westliche Abschnitte unterteilt.

Der Abschnitt Paierdorf ist als Teil der Erkundungsarbeiten in Kärnten in zwei Erkundungsbauwerke unterteilt. Von einem Erkundungsschacht mit einer Tiefe von 125 m ausgehend wird ein Erkundungstunnel in östliche und westliche Richtung vorgetrieben. Zu Beginn wurde der Schacht auf das Niveau der zukünftigen Tunnelachse abgeteuft. Seit Juli 2005 sind die Vortriebsarbeiten am 5,1 km langen Erkundungstunnel im Gange. Die Arbeiten an diesem größten der drei Erkundungsabschnitte sollen gemäß den Planungsvorgaben im Jahr 2009 abgeschlossen sein. Der Vortrieb ist von schwierigen, teils wechselnden Baugrundverhältnissen geprägt. Ein weiteres Problem bei den Vortriebsarbeiten, das bereits zu Beginn mit einkalkuliert wurde, ist die Bewältigung des in das Tunnelbauwerk eindringenden Grundwassers.

DSI beliefert die Erkundungstunnel Paierdorf mit innovativen, ausgereiften Produkten zur Ausbruchssicherung, wie z.B. dem AT-Hüllrohrsystem und den kürzlich durch DSI entwickelten AT-Selbstbohr-Vakuumspießen. Diese Vakuumrohrspieße werden einerseits zur vorauseilenden Sicherung, andererseits zur Grundwasserbeherrschung durch Absaugung des Bergwassers mittels angekoppelter Vakuumpumpen eingesetzt.

Das patentierte AT-Hüllrohrsystem kommt auf der Baustelle Paierdorf in Form des AT – Rohrschirmsystems AT-114/T in Kombination mit der AT-Automatisationseinheit für Rohrschirmbohrungen zum Einsatz. Die Vorteile dieses Systems sind die rasche, sichere und effiziente Herstellung von Rohrschirmen zur vorauseilenden Sicherung und Gebirgsvergütung. Die sachgerechte und rasche Ausführung der Rohrschirmbohrarbeiten wird durch die Begleitung durch erfahrene Techniker des AT-Teams ermöglicht.

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