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DYWIDAG-Einstabdaueranker sichern neuen Teilchenbeschleuniger

DYWIDAG-Einstabdaueranker sichern neuen Teilchenbeschleuniger

CERN (Centre europŽen pour la recherche nuclŽéaire) ist die EuropäŠische Organisation füŸr Kernforschung in der NäŠhe des Genfer Sees. Sie befindet sich größtenteils tief unter der ErdoberflŠäche im franzöšsisch-schweizerischen Grenzgebiet. Die 1954 von zwöšlf europŠäischen Staaten gegrŸündete Organisation ist das weltgrößte Zentrum fŸür Teilchenforschung.

Genf wurde zu Beginn der 1950er-Jahre als Sitz der Organisation gewäŠhlt, da die schweizerische Regierung politisch neutral war und die FlŠäche zum Bau der Einrichtung zur VerfŸügung stellte. Heute stehen die Einrichtungen des CERN allen UniversitäŠten, Regierungsabteilungen und wissenschaftlichen Laboratorien der Welt kostenfrei zu Forschungszwecken zur VerfŸügung.

In den letzten Jahren erreichten die bestehenden Beschleuniger von CERN jedoch die Grenzen ihrer LeistungsfŠähigkeit, was zur Planung des leistungsstŠärkeren LHC (Large Hadron Collider) fŸührte. Um Baukosten zu sparen, wurde die Infrastruktur der bestehenden Zirkularbeschleuniger so weit wie möšglich in den LHC eingebunden. Dies gilt insbesondere fŸür den 27 km langen, kreisföšrmigen Tunnel mit Stahlbeton-Auskleidung, der die einzelnen Stationen (Beschleuniger, Detektoren usw.) miteinander verbindet.

Alle Funktionszentren zum Beschleunigen, Messen, †Überwachen etc. mŸüssen jedoch neu gebaut werden - in Ÿüber 100 Meter Tiefe! Dies geschieht in Ÿüberdimensionalen Kavernen (bis zu 35 m breit und 42 m hoch), die Ÿüber vertikale SchŠächte mit der ErdoberflŠäche verbunden sind. Durch diese SchäŠchte werden mittels Portalkranen wäŠhrend der Bauzeit auch Personen, Maschinen (Tunnel-Bagger und sonstiges GeräŠt) sowie das Abraummaterial nach unten bzw. oben transportiert.

Um das enorme Eigengewicht der dickwandigen Auskleidung der SchäŠchte, die bei einem Durchmesser von ca. 20 m bis zu 80 m tief sind, im Fels rŸückzuverankern, wurden DYWIDAG-Stabanker verwendet. Die insgesamt 15 Meter langen und steigend eingebauten Anker wurden in TeilläŠngen zu je 5 Metern auf die Baustelle geliefert und dank der einfach zu handhabenden Muffenverbindung erst in der Kaverne zusammengefŸügt. Diese Anker, deren doppelter Korrosionsschutz sich seit mittlerweile drei Jahrzehnten bewäŠhrt hat, sollen das unterirdische Bauwerk, in dem schon in naher Zukunft Teilchen mit annäŠhernd Lichtgeschwindigkeit aufeinander geschossen werden, dauerhaft sichern.

Neben der Lieferung der Anker und der Vermietung der SpanngeräŠte wurde die Baustelle durch Mitarbeiter der DSI, Zentrale Technik, unterstüŸtzt, die die EignungsprüŸfungen mit allen erforderlichen Messungen durchfŸührten sowie die ersten Einbau- und Spannarbeiten unterstŸützten und Ÿberwachten.

Nach Beendigung der Arbeiten im Jahr 2005 wird der LHC Anfang 2007 seinen Betrieb aufnehmen.

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