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DYWIDAG-Vorspannsysteme für ästhetische Bogenkonstruktion: Die Elbebrücke Pirna

DYWIDAG-Vorspannsysteme für ästhetische Bogenkonstruktion: Die Elbebrücke Pirna

Die im oberen Elbtal in Sachsen gelegene Stadt Pirna erhält zur Entlastung des überregionalen Verkehrs und als Zubringer zur geplanten Autobahn A17 Dresden-Prag eine westliche Umgehungsstraße. Die neue Elbebrücke Pirna ist Bestandteil der Westumfahrung.

Das aus zwei Überbauten bestehende Bauwerk mit einer Gesamtlänge von 1072m gliedert sich in drei Bauabschnitte, die in verschiedenen Technologien erstellt werden.

  1. Die linkselbische Vorlandbrücke wird im Taktschiebeverfahren hergestellt und hat eine Länge von 480 m
  2. Die Strombrücke, eine Bogenkonstruktion im Flußbereich mit unter der Fahrbahn angeordneten Stahlbetonhalbbögen, wird in Stahlverbundbauweise hergestellt und hat eine Länge von 416 m
  3. Die rechtselbische Vorlandbrücke wird auf einem Lehrgerüst hergestellt und hat eine Länge von 176 m

Der Querschnitt aller Bauabschnitte ist ein einzelliger Hohlkasten. Die Vorlandbrücken sind in Längs- und Querrichtung beschränkt vorgespannt, bei der Strombrücke ist nur die Fahrbahnplatte beschränkt vorgespannt. DYWIDAG-Spannglieder wurden auch für Bauhilfsmaßnahmen eingesetzt.

Die Stahlbetonhalbbögen der Strombrücke wurden im Freivorbau errichtet. Bis zur kraftschlüssigen Verbindung mit dem Fahrbahnüberbau wurden die auskragenden Bogenhälften mit verzinkten DYWIDAG-Litzenspanngliedern land- und flußseitig abgespannt. Diese Schrägabspannungen wurden über Muffenstöße mit den im Bogen einbetonierten DYWIDAG-Zwirbelverankerungen gekoppelt und am Kopf des Brückenpfeilers angespannt.

Das Hängegerüst zur segmentweisen Herstellung der Bögen wurde u.a. mit DYWIDAG-Stabspanngliedern Ø 36 mm St 835/1030 aufgehängt. Seine Höhenlage wurde entsprechend den Bauphasen mit Hohlkolbenpressen eingerichtet.

Der Überbauquerschnitt der Strombrücke besteht aus einem Stahltrog und der quer vorgespannten Fahrbahnplatte. Im Stromfeld wurde der Stahltrog in insgesamt fünf Segmente mit Längen von 22 m bis 30 m unterteilt. Die Montage erfolgte mit einem Schwimmkran: Vier Segmente wurden mit temporären DYWIDAG-Litzenspanngliedern abgespannt. Dabei kamen folgende Konstruktionselemente zum Einsatz:

  • Stahlpylone auf den Hauptpfeilern mit je zwei Betonköpfen
  • Abspannung mit ca. 36 t DYWIDAG-Litzenspanngliedern 11-15 x 0,6"
  • verzinkte Litzenspannglieder 0,6" St 1570/1770, zweimaliger Einsatz bei zwei Überbauten
  • Vorstraffen der Litzen mit DYWIDAG-Einzelspannpressen
  • Endgültiges Anspannen und Korrektur der Höhenlage der einzelnen Schüsse entsprechend den Bauphasen mit jeweils vier DYWIDAG-Litzenspannpressen HoZ 3000

 

 

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