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Injektionsbohranker sichern Tunnel Eichelberg

Injektionsbohranker sichern Tunnel Eichelberg

Tunnel Eichelberg, A71 Erfurt - Schweinfurt Thüringen, Deutschland

Im Zuge des Neubaus der Bundesautobahn A71 Erfurt -Schweinfurt wird seit Anfang März 2003 im Streckenabschnitt Suhl der Tunnel "Eichelberg" gebaut. Die Tunnelbauarbeiten sollen bis Ende Juli 2005 abgeschlossen, die gesamte Neubaustrecke der A71 bis 2006 fertiggestellt sein.

Die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch die DEGES (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH), beauftragte die Arbeitsgemeinschaft Tunnel Eichelberg, bestehend aus der Walter Bau-AG vereinigt mit DYWIDAG, Niederlassung Untertagebau und Walter-Heilit Verkehrswegebau, Niederlassung München, mit dem Bau des Loses Tunnel Eichelberg. Die Auftragssumme beträgt 47,2 Mio. €.

Die Objekt-, Genehmigungs- und Ausführungsplanung für den Tunnel wird von der Arbeitsgemeinschaft Tunnel Eichelberg komplett erstellt.

Der Tunnel besteht aus zwei ca. 1.100 m langen Tunnelröhren mit einem Ausbruchsquerschnitt von ca. 93 m2 für je eine zweispurige Autobahn mit zwei insgesamt 8 m breiten Fahrstreifen und beidseitigen 1 m breiten Notgehwegen. Als Fluchtwege dienen zwei begehbare sowie ein befahrbarer Querschlag zwischen den beiden Tunnelröhren. In beiden Röhren befindet sich jeweils in Tunnelmitte eine Pannenbucht.

Für den Betrieb des Tunnels sind als zusätzliche Bauwerke ein Betriebsgebäude Nord und eine Unterzentrale Süd notwendig.

Als vorbereitende Maßnahme wurden zunächst im Norden und anschließend im Süden mit Spritzbeton, Verpressankern und Bodennägeln gesicherte Voreinschnitte als Baugruben für die Portale und als ebene Stirnwände für die Tunnelanschläge hergestellt. Die Tunnel werden dann als Kalottenvortriebe vom Nordportal aus steigend in Spritzbetonbauweise aufgefahren. Nach Herstellung des Voreinschnitts Süd werden zwei zusätzliche Kalottenvortriebe als Gegenvortriebe vom Südportal aus aufgefahren.

Die Abstände der drei- und vierteiligen Tunnelbögen liegen je nach Gebirgsklasse zwischen 0,75 m und 1,75 m. Die Systemankerung erfolgt je nach Gebirgsbeschaffenheit mit SN-Ankern 25 mm und Injektionsbohrankern R32N in Ankerlängen von 4 m bis 6 m. Die Ortsbrust wird vorauseilend mit Rohrspießen 42,4 mm, Rammspießen 28 mm oder Selbstbohrspießen in Längen von 3,50 m und 4 m gesichert.

Nach dem Tunneldurchschlag erfolgt ein rückschreitender Strossen- und Sohlvortrieb mit nachlaufender Innenschalenherstellung, wobei der Tunnel im Wesentlichen als Gewölbe mit Bankett ausgeführt wird und nur in schlechteren Bereichen ein Sohlgewölbe erhält.

Die Innenschale wird im Regelbereich in zwei Schritten zunächst mit Bankett bzw. einem 40 cm dicken bewehrten Sohlgewölbe aus B35 WU-Beton und anschließend mit einem 35 cm bzw. 40 cm dicken bewehrten Gewölbe aus B35 in Blocklängen von 12 m hergestellt. In den Eingangsbereichen wird die Schalendicke auf 60 cm erhöht. Die Blockfugen werden als Pressfugen ausgebildet. Es wird Beton mit hohem Frostwiderstand verwendet.

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