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DYWIDAG-Spannglieder sichern Unterfangung eines Pfeilers oberhalb der neuen Downtown Line in Singapur

DYWIDAG-Spannglieder sichern Unterfangung eines Pfeilers oberhalb der neuen Downtown Line in Singapur

Die Downtown Line ist die fünfte Nahverkehrslinie in Singapur und wird nach ihrer Fertigstellung die nordwestlichen und östlichen Regionen Singapurs mit dem Zentrum verbinden. Die unterirdisch verlaufende Linie wird eine Gesamtlänge von ca. 42 km haben und eine Kapazität für die Beförderung von täglich einer halben Million Passagieren bieten. Der Bauabschnitt 1, Downtown Line Stage 1 (DTL1), mit einer Länge von 4,3 km wurde am 22. Dezember 2013 eröffnet.

Derzeit befindet sich der Bauabschnitt Downtown Line Stage 2 (DTL2) im Bau. DTL2 besteht aus über 10 Einzelaufträgen, hat eine Länge von 16,6 km und beinhaltet den Bau von 12 Stationen. Der Auftrag Nr. 912 beinhaltet den Entwurf und die Erstellung der Haltestelle Bukit Panjang und der dazu gehörenden Tunnel entlang der DTL2. Das Unternehmen Lum Chang Building Contractors Pte Ltd. erhielt den Auftrag zur Ausführung dieses Auftrags. Utracon ist in diesem Abschnitt der Subunternehmer für Vorspannsysteme.

Eine der größten technischen Herausforderungen bei diesem Projekt war der Bau eines Tunnels in offener Bauweise unterhalb eines bereits bestehenden Pfeilers, der ein Viadukt für das LRT- (Light Rail Transport) System trägt. Die Pfahlgründung des Pfeilerfundaments befand sich im Bereich des neu zu errichtenden Tunnels. Der Auftragnehmer schlug den Bau eines Unterfangungssystems vor, um die Fundamentlasten des Pfeilers einzuleiten. Hierzu wurden zunächst links und rechts des betroffenen Pfeilers zwei Schlitzwände errichtet und anschließend die vorhandene Pfahlgründung und die Pfahlkopfplatte freigelegt.

Danach baute man direkt unterhalb der Pfahlkopfplatte einen vorgespannten, 7 m breiten, 2,5 m hohen und 24 m langen Stützträger ein, der die beiden Schlitzwände horizontal miteinander verband. Für die Vorspannung dieses Trägers lieferte Utracon insgesamt 14 DYWIDAG-Spannglieder, Typ 22-0.6", mit MA-Verankerungen. Die passiven Verankerungen der Spannglieder wurden in den dafür vorgesehenen Aussparungen der beiden Schlitzwände verankert.

Von den 14 DYWIDAGSpanngliedern waren zwei als Reservespannglieder für eventuell notwendige Nachspannarbeiten geplant. Deshalb wurden diese beiden frei liegenden Spannglieder verzinkt, um einen effizienten Korrosionsschutz bei langer Lebensdauer zu gewährleisten.

Die Spannarbeiten an den DYWIDAG-Litzenspanngliedern wurden in drei Abschnitten ausgeführt. Zunächst wurden 6 Spannglieder vorgespannt und die ersten 5 Stahlpfähle abgeschnitten. Darauf folgten die Vorspannung von 4 Spanngliedern und das Kappen weiterer 5 Pfähle. Zuletzt wurden die verbleibenden 2 Spannglieder vorgespannt und die letzten beiden Pfähle gekappt.

Während Abschnitt 1 und 2 im laufenden Betrieb durchgeführt wurden, musste die letzte Phase außerhalb der Betriebszeit des LRT-Systems stattfinden. Um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten, setzte man ein sehr strenges Überwachungssystem ein, um die Bewegungen an dem Pfeiler während der Arbeiten zu verfolgen. Da sich der vorgespannte Träger erwartungsgemäß verhielt, mussten die beiden verzinkten Reservespannglieder nicht eingesetzt werden.

Nach dem Rückbau der Pfahlgründung wurden die DYWIDAGSpannglieder mit Zementmörtel injiziert, und die Tunnelausbauarbeiten unterhalb des Trägers konnten fortgesetzt werden. Nach Fertigstellung der Tunnelröhren wird der vorgespannte Träger an beiden Seiten abgeschnitten, und die Lasten des Pfeilers werden dann direkt auf die seitlichen Tunnelwände eingeleitet. Der verbleibende, stark bewehrte Teil des horizontalen Trägers dient als neue Pfahlkopfplatte für den Pfeiler.

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