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Bau des Desvio do Rio Joana-Tunnels löst jahrzehntelanges Flutproblem in Rio de Janeiro

Bau des Desvio do Rio Joana-Tunnels löst jahrzehntelanges Flutproblem in Rio de Janeiro

Bereits seit Beginn des 20. Jahrhunderts sind auf Grund von Landgewinnungsmaßnahmen und Flussbegradigungen viele Stadtteile Rio de Janeiros regelmäßig von Hochwasser betroffen. Schon in den 1970er Jahren gab es Pläne für einen Entwässerungstunnel, der überschüssiges Wasser aus dem Joana-Fluss in die Guanabara- Bucht transportieren sollte.

Rechtzeitig vor der Fußball-WM haben die Arbeiten an diesem neuen Entwässerungsnetz begonnen, das künftig ein Drittel des Wassers aus dem Joana-Fluss ableiten wird. Das Desvio do Rio Joana Ableitungssystem beinhaltet fünf Schächte zur Wassersammlung und Ausgleich des Wasserabflusses, einen Tunnel mit einer Länge von rund 2,5 km sowie einen Kanal in offener Bauweise im Bereich der Guanabara-Bucht.

Die größte Herausforderung bei dem Projekt ist die Unterquerung einer wichtigen Bahnlinie in der Nähe des Maracaña-Fußballstadions. An dieser kritischen Stelle ist der sonst einröhrige Tunnel in zwei kleinere Tunnelröhren unterteilt, um die Auswirkungen der Tunnelausbauarbeiten auf die Oberfläche und die Bahninfrastruktur zu minimieren. Ein umfangreiches Überwachungsprogramm der Oberflächensetzungen gewährleistet in diesem Bereich sichere Bautakte.

Zusätzlich zu der schwierigen Aufgabe, unterirdische Kabel und Rohrsysteme im laufenden Betrieb verlegen zu müssen, sah sich das ausführende Unternehmen mit einem strengen Zeitplan von nur 720 Tagen für die Fertigstellung des Tunnels konfrontiert.

DSI Underground Brasil lieferte für dieses Infrastrukturprojekt eine Reihe von Stützmitteln wie Felsbolzen sowie Kunstharzpatronen und leistete technische Unterstützung auf der Baustelle.

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