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DYWIDAG-Produkte für Brücke in ungewöhnlichem Design: De Oversteek, Nimwegen

DYWIDAG-Produkte für Brücke in ungewöhnlichem Design: De Oversteek, Nimwegen

In Nimwegen, einer der ältesten Städte in den Niederlanden, wurde im November 2013 eine neue Brücke über den Fluss Waal eröffnet. Die „De Oversteek” genannte Brücke hat eine Gesamtlänge von 1.400 m und besteht aus verschiedenen Teilen, die mit unterschiedlichen Baumethoden errichtet wurden. Die Hauptspannweite ist eine Bogenbrücke aus Stahl mit einer Länge von 285 m. Die Rampen auf beiden Seiten der Hauptbrücke bestehen aus einer Kombination aus herkömmlichem Beton und Leichtbeton. Auf beiden Seiten der Rampen verbinden vorgespannte Viadukte die Brücke mit dem Straßennetzwerk.

Die meisten Bogenspannweiten der Rampen sind 42,5 m lang und 25 m breit. Die Rampe auf der Nordseite des Flusses besteht aus 15 Bögen, die südliche Rampe aus 5 Bögen. Das Ingenieurbüro BAM-Infraconsult schlug ein einzigartiges Design für die Bögen vor: jeder Bogen besteht aus einer Schalenkonstruktion aus herkömmlichem Beton mit einer gebogenen Bodenplatte und vertikalen Seitenwänden. Diese Schalenkonstruktionen wurden dann mit Porenbeton aufgefüllt, um ein flaches Brückendeck zu erhalten. Der untere Teil der Betonbögen ist in der Mitte lediglich 0,5 m stark und wird durch ca. 1,1 m dicke V-förmige Querträger aus Beton gestützt. Die Querträger liegen auf zwei Betonsäulen auf, deren Gründung aus einem Fundamentblock mit Pfählen besteht.

DSI lieferte, installierte, spannte und injizierte DYWIDAG-Litzenspannglieder für alle Querträger. Zum Einsatz kamen pro Querträger im Regelfall je 5 DYWIDAG-Litzenspannglieder, 27-0.62", 1860 N/mm². Pro Bautakt wurden jeweils zuerst die Säulen und die V-Träger erstellt, bevor die Bauarbeiten an den Betonbögen begannen. Dabei waren pro Bogen je drei Schalungen nötig.

Zudem lieferte DSI GEWI®-Stäbe, Ø 63,5 mm, die am höchsten Punkt der Schalenkonstruktionen installiert wurden. Die Stabspannglieder stellten die Stabilität der Bögen während des Bauvorgangs und insbesondere nach dem Entfernen der Gerüste und Schalungen sicher.

An einigen Stellen setzte man temporäre, diagonale DYWIDAGLitzenspannglieder zwischen dem oberen Ende der Säulen und den nächsten Gründungsblöcken ein. Zum zusätzlichen Schutz vor progressivem Einsturz dienten zwei Spannglieder mit 31 in PE-Hüllrohren geführten Litzen pro Säule. DSI lieferte, installierte und spannte auch diese Litzenspannglieder und ließ die Spannung in den Spanngliedern nach Fertigstellung aller Bögen wieder ab.

Das Brückendeck der Hauptspannweite besteht aus zwei Längsträgern aus Stahl, die eine Leichtfahrbahn aus Stahl mit einer 150 mm dicken Decklage aus Beton aufnehmen. Die Bogenkonstruktion ist 60 m hoch und mit ihrer Länge von 285 m die größte Bogenbrücke in Europa. Vollverschlossene Schrägseile aus Stahl verbinden die Bogenkonstruktion mit dem Brückendeck.

Die Arbeiten an der Hauptspannweite wurden in einer Feldfabrik neben dem Fluss durchgeführt. Die Errichtung der Bogenkonstruktion mit Hilfe von temporären Stützen in einem Trockendock-ähnlichen Areal ermöglichte den Transport des kompletten Stahlbogens auf Pontons von der Feldfabrik bis zur endgültigen Position auf den Hauptpfeilern aus Beton auf beiden Seiten des Flusses Waal. Das spektakuläre Einschwimmen der Bogenkonstruktion wurde im April 2013 erfolgreich durchgeführt.

Das dynamische Verhalten der Schrägseile wird über ein Jahr hinweg überwacht. DSI lieferte für einige der Seile Reibungsdämpfer – so kann ermittelt werden, wie sich die Schrägseile mit und ohne Dämpfer im Vergleich verhalten.

Die beiden Viadukte wurden mit unterschiedlichen Längen und Weiten entworfen, um eine Anpassung an bereits bestehende Straßen zu ermöglichen. Beide Viadukte bestehen aus vorgespanntem Beton. Beim Viadukt Oosterhoudsedijk kamen 42 DYWIDAG-Litzenspannglieder, 27-0.62", St 1860 N/mm², zum Einsatz. Im Viadukt Weurtseweg wurden 46 DYWIDAG-Litzenspannglieder, 22-0.62", St 1860 N/mm², verwendet. Die von DSI gelieferten, installierten, gespannten und injizierten DYWIDAG-Spannglieder waren zwischen 32 und 50 m lang.

Die Zusammenarbeit aller Beteiligten bei diesem besonderen Brückenprojekt mit seinen speziellen Materialien und Bautechniken war sehr angenehm und erfolgreich.

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