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Bauarbeiten im Takt: Die Donaubrücke bei Untermarchtal

Bauarbeiten im Takt: Die Donaubrücke bei Untermarchtal

Die in den 50er Jahren gebaute Donaubrücke bei Untermarchtal, knapp 40 km süd-westlich von Ulm, galt nach ihrer Fertigstellung als eine der längsten fugenlosen Spannbetonbrücken Europas. Mittlerweile wies die rund 370 m lange Brücke so große Schäden auf, dass sie durch ein neues Bauwerk ersetzt werden musste.

Das neue Viadukt entstand parallel zur alten Donaubrücke auf deren westlicher Seite und wurde als Durchlaufbrücke über fünf Felder realisiert. Die Brücke hat eine Länge von 362,5 m zwischen den Endlagern, eine Fahrbahnbreite von 8,6 m und Stützweiten von 55 bis 90 m. Das Donauviadukt wurde als Spannbetonbrücke im Taktschiebeverfahren realisiert.

Im Taktkeller am nördlichen Widerlager fertigte man die Einzeltakte mit Bewehrungsstahl und goss sie in Stahlbeton. Nach Herstellung der einzelnen Takte wurden diese vorgespannt. Anschließend verschob man die Brücke um die jeweilige Taktlänge. Die Herstellung der Brücke erfolgte in 18 Takten in Längen von maximal 26 m.

Für die Ankopplung der Einzeltakte und zur Vorspannung des Brückendecks lieferte DSI Königsbrunn DYWIDAG-Litzenspannglieder mit Verbund und MA-Verankerungen. Die DYWIDAG-Litzenspannglieder sind in Metall-Hüllrohren geführt und wurden nach Abschluss der Vorspannarbeiten an jedem Einzeltakt jeweils mit Zement injiziert. Da die Injizierarbeiten an den Spanngliedern im Winter erfolgte, musste die Temperatur des Zementmörtels ständig überprüft werden.

Die Brücke wurde Ende Oktober 2013 für den Verkehr freigegeben.

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