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Neues Transportsystem für Passagiere am Flughafen Dallas/Fort Worth, USA

Neues Transportsystem für Passagiere am Flughafen Dallas/Fort Worth, USA

Mit ca. 60 Millionen Passagieren pro Jahr gehört der Dallas/Fort Worth International Airport (DFW) zu den größten und am stärksten frequentierten Flughäfen der Vereinigten Staaten von Amerika. Er besteht aus 4 halbrunden Terminals, wobei jeder Terminal eine für sich geschlossene Einheit mit eigener Parkgarage bildet. Diese Art von Terminals ist ideal für Passagiere, die lediglich parken und sich direkt zum Einchecken begeben. In der Vergangenheit war es jedoch für die Passagiere umständlich und zeitaufwendig, zwischen den einzelnen Terminals zu wechseln. Die Verbindung zwischen den einzelnen Terminals erfolgte über ein fast 30 Jahre altes Monorail-System.

Diese Verbindung ist nur einspurig und dem stetig steigenden Passagieraufkommen nicht mehr gewachsen. Aus diesem Grund entschloss man sich, ein neues Transportsystem für Passagiere, das sogenannte Automated People Mover (APM) System zu errichten, das auch dem zukünftigen Passagieraufkommen gerecht werden soll und eine schnelle Verbindung zwischen den einzelnen Terminals gewährleisten wird. Zusätzlich zum Bau des APM-Systems werden noch weitere Terminals errichtet.

Das neue Transportsystem verläuft außerhalb der vier bereits bestehenden und der zwei neu geplanten Terminals direkt oberhalb der Parkpositionen der Flugzeuge. Durch den Einsatz von Betonstützen in Fertigteilbauweise, auf die Kastenträger aufgesetzt werden, konnte die Beeinträchtigung des Betriebs an den ständig genutzen Gates der bestehenden Terminals auf ein Minimum reduziert werden. Da die Bauarbeiten im Bereich der Flugbetriebsflächen nur in der Zeit zwischen Mitternacht und 7 Uhr morgens durchgeführt werden durften, mußten die Segmente der Stützen vorab gefertigt und innerhalb der genehmigten Arbeitszeiten »just in time« auf die Baustelle geliefert werden.

Die Fertigteilstützen hatten unterschiedliche Querschnitte und Geometrien. Für die geplanten Haltepunkte kamen rechteckige Fertigteilelemente mit 1,8 x 3 m und im Bereich der freien Hochbahnstrecke ovale Elemente mit 1,5 x 2,1 m und 1,8 x 2,7 m zum Einsatz. Insgesamt wurden 80 rechteckige und 189 ovale einzelne Fertigteilstützen mit Höhen von 9,1 bis 15,2 m produziert. Die einzelnen Stützen bestanden wiederum aus Fertigteilelementen mit einer Höhe von je 3 m, auf die jeweils als Abschluss ein in der Höhe variables Segment aufgesetzt wurde. Die Fertigteile waren mit vertikalen Aussparungen versehen, in die U-förmige Spannglieder mit 5 bis 22 x 0,6" Litzen montiert wurden. Die einzelnen Fertigteilelemente wurden durch die Spannglieder zu monolithischen Stützen verbunden. Die Stabilität bei der Montage der einzelnen Fertigteilsegmente wurde durch den Einsatz von jeweils vier DYWIDAG-Gewindestäben erreicht, die in zusätzlich vorhandene vertikale Aussparungen eingebracht wurden. Nachdem ein Segment aufgesetzt war, wurden die DYWIDAG-Stäbe gespannt. Nach Abschluss aller Spannarbeiten wurden die Injizierarbeiten durchgeführt.

Die Produktion der Fertigteilelemente erfolgte auf einem Gelände abseits des Flugbetriebes. Die »just in time« benötigten Elemente wurden jede Nacht mit einem LKW-Konvoi zur geplanten Montage auf das Flughafengelände transportiert.

Bei diesem Projekt wurden bis Ende des Jahres 2002 über 590 t Litzen 0,6" und 90,5 t DYWIDAG-Gewindestäbe eingesetzt. Die benötigten Stabspannglieder wurden im Werk der DSI Arlington, Texas, vorbereitet.

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