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DYWIDAG-Daueranker für das Kreuzungsbauwerkprojekt Crockett

DYWIDAG-Daueranker für das Kreuzungsbauwerkprojekt Crockett

Die Staatsstraße 80 überquert die nördliche Bucht von San Francisco an der Meerenge von Carquinez. Zwei Brücken wurden über die Meerenge gebaut: eine im Jahre 1927, die andere im Jahre 1958. Ende der 90er Jahre fiel die Entscheidung zum Bau einer neuen Brücke als Ersatz für die ältere der beiden.

Aufgrund des gewaltigen Verkehrsaufkommens, das die Brücke täglich zu bewältigen hat, beschloss die kalifornische Straßenbauverwaltung, die Eigentümerin der Brücken ist, das Projekt so ausführen zu lassen, dass die neue dritte Brücke bereits fertiggestellt und für den Verkehr freigegeben ist, bevor die ursprüngliche Brücke abgerissen wird. Der Bau der neuen Brücke wurde in zwei Aufträge aufgeteilt: einer für das südliche Zufahrtsbauwerk zur Brücke und einer für den Bau der neuen Hängebrücke.

Das südliche Zufahrtsbauwerk, genannt Crockett Interchange, nach der Stadt in der es sich befindet, bestand aus dem Bau neuer Überführungen und Abfahrtsrampen für die neue Brücke. Ende 2000 bekam C.C. Myers, Inc., Rancho Cordova, Kalifornien, USA, den Zuschlag für den 64 Millionen Dollar-Auftrag. Für das neue Kreuzungsbauwerk mussten vier große Stützwände in der hügeligen Gegend am südlichen Ende der Brücke erstellt werden. Bei den Wänden R1 und R3 handelte es sich um rückverankerte Trägerbohlwände mit imprägnierten Bohlen. Northwest Cascade, Inc. hat zusammen mit C.C. Myers den Auftrag zum Einbau und Testen der Anker für diese Wände erhalten.

Die Wand R1 war die größte Wand auf der Baustelle und ist eine der größten ihrer Art auf der Welt. Für die Wand, die an ihrer höchsten Stelle fast 20,5 m maß und 168 m lang war, war ein massiver Einschnittaushub am bestehenden Hang notwendig. Als Folge instabiler Böden, unterschiedlich hoher Wasserspiegel und extremer seismischer Beanspruchung durch die Nähe zum Sankt Andreas Graben, mussten die Anker für diese Wand so ausgelegt sein, dass sie weit in den Hang hineinreichen und beträchtliche Lasten aufnehmen können. Von den 342 Ankern waren 200 über 30 m lang, wobei die längsten 40,8 m maßen. Die Prüflasten dieser Anker mit 6-8 Litzen reichten von 1.000 bis 1.500 kN bei einer Verbundlänge von 10 bis 28 m. Die Anker wurden in fünf Schritten verpresst. Beginnend mit der obersten Reihe wurden für die Wand insgesamt 6 Ankerlagen installiert. Die Holzbohlen wurden in Breitflanschträger eingebaut. Pro Bohrung wurden 2 Stahlträger eingebracht. Die Anker liefen zwischen diesen beiden Trägern hindurch. Die Verschalung des Berliner Verbaus erfolgte mit kreosotgetränken Holzbohlen.

Die Wand R3 war im Umfang vergleichsweise klein. Sie verlief ca. 300 m parallel zur Autobahn und war 2 bis 7,5 m hoch. Zwei Reihen mit 112 doppeltkorrosionsgeschützten DYWIDAG-Ankern mit 4 bis 7 Litzen wurden durch je zwei aufrechtstehende Breitflanschträger eingebaut. Die Anker hatten eine durchschnittliche Länge von 22 m mit Verbundlängen von 4 bis 9 m, die für Kräfte von 400 bis 1.200 kN ausgelegt waren.

Die riesige Menge an Ankern und der Auftragsumfang war die größte Herausforderung bei diesem Projekt. Gründliche Planung im Vorfeld, Detailgenauigkeit und perfekte Organisation durch das Projektteam und die Lieferanten gewährleisteten die erfolgreiche Durchführung dieses Projekts.

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