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Sanierungsmaßnahmen während laufender Bauarbeiten am Chienberg-Tunnel, Sissach

Sanierungsmaßnahmen während laufender Bauarbeiten am Chienberg-Tunnel, Sissach

Der 2,3 Kilometer lange Chienberg-Tunnel ist Kernstück der 3,5 km langen Ortsumfahrung Sissach, die 2006 fertig gestellt sein soll. Mit dem Bau des Chienberg-Tunnels wurde bereits 1998 begonnen. Der im Januar 2000 in Angriff genommene bergmännische Tunnelbau war von einigen technischen Schwierigkeiten begleitet. Ein weiteres Problem stellten Hebungen des ganzen Tunnels von knapp 10 cm dar, die man bei Tunnelmeter 880 im Rahmen routinemäßiger Messungen zwischen Herbst 2002 und Januar 2004 entdeckte.

Hebungen dieser Größenordnung hatte man anhand der Modellrechnungen erst in 50 bis 100 Jahren erwartet. Die Ursache für die Hebungen der Tunnelsohle ist ein durch die geologischen Bedingungen verursachter Quellprozess, der vor allem bei Feuchtigkeit im Baugrund auftritt.

Zur Rückverankerung der Tunnelsohle wählte man das für Pfahlgründungen prädestinierte GEWI®-Anker-System. Das GEWI®-Anker-System ist auch als Mikropfahl-System bekannt und eignet sich speziell für den Einsatz bei eingeschränkten Platzverhältnissen, wie z.B. bei begrenzten Raumhöhen.

Die SpannStahl AG, Schweiz lieferte in Zusammenarbeit mit der DSI GmbH, Königsbrunn, Deutschland für den Chienberg-Tunnel insgesamt ca. 600 t doppelt korrosionsgeschützte GEWI®-Anker als Auftriebssicherung. Der Einbau der insgesamt 21.000 lfm GEWI®-Anker erfolgte während der laufenden Bau- und Ausbaumaßnahmen und ist sehr engen Terminplänen unterworfen. Die durchschnittliche Ankerlänge betrug 21 m. Um den Einbau unter den beschränkten Höhen zu ermöglichen, wurden die werkseitig vorinjizierten Stäbe mit doppeltem Korrosionsschutz in Einzellängen mit je 6-7 m geliefert, die dann zur Installation im Bohrloch mit Muffenverbindungen verlängert wurden. Nach Einbau des kompletten GEWI®-Ankers erfolgten die Injizierung und das Verpressen des Hüllrohrs. Die Einbauarbeiten der GEWI®-Anker werden Mitte 2006 abgeschlossen.

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