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Tunnelbaugeräte und Stützmittel aus einer Hand, Caldecott-Tunnel

Tunnelbaugeräte und Stützmittel aus einer Hand, Caldecott-Tunnel

Im Osten der Bucht von San Francisco erstrecken sich ausgedehnte Wohngebiete. Die Bewohner dieser Region, die täglich zwischen Oakland und San Francisco pendeln, nutzen für ihren täglichen Arbeitsweg den Highway Nr. 24. Dieser immer stärker belastete Highway passiert zwischen Oakland und Orinda den Caldecott- Tunnel unter dem Berkeley-Gebirgszug.

Die ersten beiden zweispurigen Tunnelröhren stammen aus den 30er Jahren, die 3. Tunnelröhre wurde in den 60er Jahren gebaut. Die mittlere Tunnelröhre wird seitdem je nach Hauptverkehrsstrom in die jeweilige Richtung freigeschaltet. Bei ca. 160.000 Fahrzeugen pro Tag entstehen mit diesem System in der anderen Richtung, die dann nur eine Tunnelröhre zur Verfügung hat, lange Staus. Dem soll nun mit einer 4. Röhre Abhilfe geschaffen werden, so dass ab 2014 kontinuierlich zwei Tunnelröhren pro Fahrtrichtung zur Verfügung stehen.

Die vorherrschenden geologischen Verhältnisse mit vielen verschiedenen Baugrund verhältnissen und vier größeren sowie drei kleineren Störzonen stellt hohe Ansprüche an die Sicherung des Tunnelvortriebs. Eine große aktive Störzone, die jederzeit zu Erdbeben mit einer Stärke von 7,4 auf der Richterskala führen kann, befindet sich in unmittelbarer Nähe des Projektes. Deshalb muss der ca. 1.000 m lange Tunnel absolut erdbebensicher gebaut werden. Hierzu wird mit aufwändiger Sicherung eine doppelte Schale erstellt. Zudem ist der gesamte Tunnelbereich auch noch von möglichen Gasaustritten gefährdet. Das bedeutet, dass die gesamte für den Tunnelbau verwendete Ausrüstung explosionsgeschützt sein muss.

Die Ausbrucharbeiten erfolgen mit einer Teilschnittmaschine nach der Neuen Österreichischen Tunnelbaumethode (NÖT). Als Vertragshändler der Firma Aker Wirth in den USA lieferte DSI eine Wirth Teilschnittmaschine Typ T3.20. Der elektrisch betriebene Bohrauslegerarm der Maschine hat eine Reichweite von ca. 7x9 m Ausbruchfläche.

Nach einer definierten Vortriebslänge werden die Stützmittel, bestehend aus Gitterträgern, Spießen, IBO-Ankern, glasfaserverstärkten Ankern und Spritzbeton, aufgetragen. Die von DSI gelieferten Gitterträger werden voll in die Spritzbetonschale integriert, so dass poröse Zonen bzw. Spritzschatten vermieden werden. Dadurch werden Verschiebungen des umgebenden Gebirges minimiert und die Wasserdichtigkeit der Spritzbetonschale wird entscheidend erhöht. Zusätzlich lieferte DSI DYWIDAG-Stäbe, die als Spieße eingesetzt wurden, IBO-Selbstbohranker, Typ ALWAG Systems sowie glasfaserverstärkte Anker zur Sicherung der Tunnellaibung im Bereich des vordersten Abschlags. Nach Abschluss der Ausbrucharbeiten wird die Spritzbetonschicht zusätzlich mit einer wasserdichten Membran überzogen. Danach wird die endgültige Ortbetonschale gebaut. Die Freigabe der 4. Tunnelröhre am Caldecott-Tunnel ist für Mitte 2014 geplant.

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