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<i>GEWI</i><sup>®</sup> Plus-Bodennägel sichern Umgehungsstraße des Kurortes Ax les Thermes in den französischen Pyrenäen

GEWI® Plus-Bodennägel sichern Umgehungsstraße des Kurortes Ax les Thermes in den französischen Pyrenäen

Die Ortschaft Ax les Thermes im Südosten Frankeichs befindet sich in der Nähe Andorras und vor den Toren Spaniens. Die Ortschaft liegt auf einer Höhe von 720 m und ist nicht nur für Wintersportler ein Begriff, sondern seit über 2.000 Jahren für ihre achtzig Thermalquellen bekannt.

Früher war die Staatsstrasse N20, die direkt durch Ax les Thermes führt, die wichtigste Verbindung nach Andorra. Um dem ständig steigenden Verkehrsaufkommen Rechnung zu tragen, wurde mit dem Bau einer 5,5 km langen Umgehungsstrasse begonnen. Die neue Trasse führt oberhalb der Ortschaft an Ax les Thermes vorbei.

Nachdem die notwendigen Rodungsarbeiten erfolgt waren, wurde mit dem Bau der eigentlichen Trasse begonnen. Der geologische Untergrund war von aplitischem Gneisgranit und Granitgneisen geprägt. Diese Gesteinsschichten erforderten systematische Sprengarbeiten und die nachträgliche Sicherung der steilen Felsböschungen.

Hierzu wurden zuerst vertikale Bohrungen gesetzt, um die Böschungskämme zu verminen. Insgesamt wurden über 450.000 m3 Felsen mit Explosivstoff vermint. Die eingesetzten Methoden mussten an die komplizierte Geometrie der Baustelle mit oftmals sehr steilen Gefällen angepasst werden. Die Spezialtiefbauunternehmen SEMEN TP und STIPS (ALPHAROC) setzten während des Projekts den sogenannten „Storch“ ein. Hierbei handelt es sich um einen Hydraulikbagger mit einem langen Ausleger. Der Arm ist mit einem Bohrmast ausgerüstet, der die notwendigen Bohrungen in dem schwer zugänglichen Terrain überhaupt erst ermöglicht. Ein aufgesetzter Kompressor sorgt für die Unabhängigkeit des Bohrgerätes. Als zusätzliche Sicherungsmassnahme wurden Auffanggruben an den Böschungen errichtet, die den Erdaushub aufnahmen und die darunterliegenden Wohngebäude vor herabstürzendem Geröll sicherten.

Nach Abschluss der stufenweise durchgeführten Erdaushubarbeiten durch die Firma ROGER MARTIN erfolgte die Sicherung der zum Teil sehr steilen Felswände mit Bodennägeln. DSI Frankreich lieferte für dieses Projekt insgesamt 51.000 lfm GEWI® Plus-Bodennägel mit Zubehör wie Muttern, Ankerplatten und Abstandshaltern. Zusätzlich lieferte der französische DSI-Partner SAGGAM für dieses Projekt über 8.000 m2 Sicherungsnetze.

Da das Gelände teilweise sehr unwegsam und schwer zugänglich war, musste für den Transport des Injiziergerätes zum Verpressen der durchschnittlich 10 m langen DYWIDAG-Bodennägel eine Lösung gefunden werden. Der Auftragnehmer schlug vor, eine mobile Injektionszentrale zu errichten.

Speziell für diesen Zweck wurde ein auf der Baustelle vorhandener Muldenkipper in eine mobile Injektionsanlage umgewandelt. Mit dem zum mobilen Zementsuspensionsautomaten umgerüsteten Muldenkipper konnten alle Einbauorte der Bodennägel angefahren werden. Die höchste vernagelte Felswand war 56 m hoch.

Der schnelle Baufortschritt während der 2-jährigen Bauzeit war unter anderem auch der Reaktionsfähigkeit des DSI-Teams zu verdanken. DSI Frankreich ist stolz darauf, mit der Flexibilität und dem technischen Know-how ihrer Mitarbeiter einen Beitrag zum erfolgreichen Abschluss dieser nicht alltäglichen Baumaßnahme geleistet zu haben.

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