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Bau von Bogenbrücken in Peru

Bau von Bogenbrücken in Peru

Brücke Sicuani und Brücke Cirialo in Cusco, Brücke Alcides Carrión in Huancayo, Brücke Calicanto in Huánuco, Peru

In den vergangenen fünf Jahren erlebte das Straßenverkehrsnetz in Peru einen starken Ausbau. Auf überregionaler Ebene wurden wichtige Straßen durch die Anden fertig gestellt, die die Bezirke Cusco, Apurímac, Ayacucho, Junín und Huánuco verbinden.

Auf lokaler Ebene bringt die Entwicklung des Straßennetzes besondere Herausforderungen mit sich. So muss der Verkehrsfluss mit wichtigen städtischen Verkehrsadern harmonisiert werden oder teilweise um die Städte herum umgeleitet werden. Dabei müssen des Öfteren auch geografische Hürden bewältigt werden.

Bei mehreren neuen Straßen traten somit ähnliche Situationen auf. Mittelgroße, bedeutende Flüsse sollten bei gleich bleibendem hydraulischem Querschnitt des Flussbettes ohne Erhöhung der Fahrbahntrasse überquert werden. Die zu überbrückenden Weiten maßen jeweils zwischen 50 und 60 m und befanden sich alle in relativ exponierten Lagen. Somit waren adäquate und architektonisch ansprechende Lösungen für die Konstruktionen der zwei- oder vierspurigen Brücken erforderlich.

Aufgrund dieser Parameter entstanden in den Jahren 2003 - 2005 in Bauzeiten von je 8-10 Monaten in verschiedenen peruanischen Städten vier neue Stahlbogenbrücken, die sich sowohl durch ihre bestechend harmonische Konstruktion als auch durch ihre einfache und wirtschaftliche Bauweise auszeichnen.

Bereits 2002 hatte DSI für die baugleiche Bolognesi-Brücke in Piura, Peru, eine wirtschaftliche Lösung für die Verankerung der Hänger am Brückendeck entwickelt, die auch nun wieder zum Einsatz kam. Hierzu werden vier in einzelne Hüllrohre verpresste DYWIDAG-Stabspannglieder eingesetzt. Um Wind- und Regen-Vibrationen zu vermeiden, werden an beiden Enden aller vierfasrigen Stabbündel Abstandhalter und O-Ringe als Dämpfer montiert. Für die ermüdungsresistenten Muffenverbindungen, die bei den längeren Hängern notwendig sind, werden die Stabenden innen in einem 45-Grad-Winkel abgeschnitten und mit einem Spezialkleber gegen Verdrehung gesichert.

Diese effektive Brückenbaumethode etabliert sich in Peru immer mehr. Die Firma SAMAYCA INGENIEROS S.A.C., DSI-Lizenznehmer in Peru, erledigt mit technischer Unterstützung von DSI München die Entwicklung, den Einbau sowie die Verspannung und Verpressung der Hängerstäbe zeitgleich mit dem Bau des Brückendecks.

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