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GEWI<sup>®</sup>-Pfahl: Die umweltfreundliche und wirtschaftliche Lösung für Big Qualicum-Brücke

GEWI®-Pfahl: Die umweltfreundliche und wirtschaftliche Lösung  für die Big Qualicum-Brücke

Die Big Qualicum-Brücke ist die weitest gespannte Brücke des Autobahnnetzes auf Vancouver Island, das die Hauptstadt Victoria mit dem Norden der Insel verbindet. Schwierige geologische Bedingungen und räumliche Begrenzungen bei dieser 4-spurigen Bogenbrücke mit einer Spannweite von 144 m machten herkömmliche Gründungsmethoden sowohl unrentabel als auch alles andere als umweltfreundlich.

Für die Fundamente der zwei Bogenwiderlagerpaare entschlossen sich deshalb die Projektingenieure für den Einsatz von GEWI®-Pfählen, die für solche Anwendungen verschiedene Vorteile bieten:

  • Anwendungen von kleinen, anpassungsfähigen Bohrgeräten. Die handlichen Bohrlafetten zum Einbau von GEWI®-Pfählen machten kostspielige Zufahrtsstraßen und große Arbeitsgerüste unnötig, wie sie bei herkömmlichen Gründungsmethoden notwendig sind.
  • Umweltschonend. Die kleinen Geräte minimierten die Belastungen auf die Umwelt während der Bauarbeiten. Alle Komponenten des GEWI®-Pfahls bestehen aus umweltverträglichen Materialien (wasserunlösliche Elemente, schadstofffreie Schutzsysteme usw.).
  • Erdbebensicher. Die Brücke befindet sich in einer der erdbebengefährdesten Gegenden Nordamerikas. Der GEWI®-Pfahl empfiehlt sich ideal zur Aufnahme von Zug-, Druck- und Wechselbelastungen. Somit ist er besonders für seismische Beanspruchungen geeignet.

Zweihundert doppeltkorrosionsgeschützte GEWI®-Pfähle Ø 57 mm (Durchschnittslänge 12 m) wurden in einem Pfahlraster von ca. 0,6 x 0,6 m unterhalb der vier Bogenwiderlager eingebaut (50 Pfähle je Fundament). Die Pfahlneigungen waren 38° bis 48° Grad gegen die Horizontale. Der Boden bestand aus Flußablagerungen durchsetzt mit Findlingen unterschiedlicher Größe. Die verrohrten 230 mm Bohrungen wurden mit einem Bohrgerät mit Doppelkopfausrüstung und Rückschlaghammerwirkung ausgeführt.

Ein ausführliches Versuchsprogramm wurde vor der Pfahlherstellung auf der Baustelle vorgenommen. Die Versuche beinhalteten verschiedene Zugversuche an kurzen GEWI®-Pfählen sowie zwei Druckversuche an bauwerksidentischen Pfählen unter Einsatz von Dehnungsmeßgeräten. Um Ist-Bedingungen zu simulieren, wurde ein mit 45° Grad Neigung eingebauter Versuchspfahl sowohl auf Druck als auch auf Zug untersucht. Die Testergebnisse zeigten die hohe Leistungsfähigkeit des GEWI®-Pfahles bei Zug- und Druckbelastungen. Die Bruchlast der Versuchspfähle auf Druck entsprach mehr als 2.200 kN, was die Bruchlast des GEWI®-Stabes Ø 57 mm um mehr als 400 kN übertrifft. Der Bruch trat unmittelbar unter der Testeinrichtung als Folge von Knickung auf. Der Pfahl war für eine Gebrauchslast von 1.200 kN ausgelegt.

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