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DYWIDAG-Litzendaueranker und Injektionsbohranker sichern Felssturz in Österreich

DYWIDAG-Litzendaueranker und Injektionsbohranker sichern Felssturz in Österreich

Am 31.12.2002 ereignete sich an der B99,der Katschbergbundesstraße bei km 78,4, Kärnten, Österreich eine Felssackung bzw. ein Felssturz mit einer Kubatur von ca. 6.000 m2, der glücklicherweise zu keinen Personenschäden führte. Zusätzlich mussten anschließend och ca. 2.000 m3 Fels abgesprengt werden. Die Ursachen des Felssturzes wurden wie folgt beschrieben:

  • das Bestehen eines ausgeprägten, mechanisch wirksamen Trenngefüges mit Auflockerung und Aufzerrung des Festgesteinsuntergrundes, führte zu einer Herabsetzung der Gebirgsfestigkeit;
  • bereichsweise starke Verwitterung des Gesteins;
  • Durchströmung des aufgelockerten Felsgesteinsuntergrundes mit Bergwasser und damit verbundenem hydraulischen Kluftwasserschub sowie Frostsprengung in Oberflächennähe;
  • Auflast durch Lockersedimentüberlagerung;
  • Abgleitung an einer durchschnittlichen Neigung von 40° bis 50°.

Das Sicherungskonzept sah eine gezielte Anwendung von fixierenden und versiegelnden Maßnahmen wie Vernagelungen, vernagelte (einfach bzw. doppelt bewehrte)Spritzbetonflächen, Betonplomben, Stützmauern sowie mittels Litzendauerankern rückverankerte Ortbetonrippen- und -balken vor. Darüber hinaus wurden entsprechend dimensionierte Barrieren wie elastische Steinschlagsperren und Schwergewichtsmauern errichtet. Die Sicherungsmaßnahmen wurden von einem geotechnischen Überwachungs-und Kontrollkonzept mit 2 Inklinometerbohrungen à 40 m, Oberflächenmesspunkten und Druckmessdosen begleitet, um verstärkte Bewegungen frühzeitig erkennen zu können.

Da sich die Abrisskante des Felssturzes in unmittelbarer Nähe der A10 Tauern Autobahn, der wichtigsten Nord-Süd Verbindung zwischen Deutschland und Italien/Slowenien, befand, wurden besondere Anforderungen an die Ausführung der Sicherungsmaßnahmen gestellt.

Die Bauzeit betrug unter Aufrechterhaltung der einspurigen Befahrbarkeit der Bundesstraße B99 wie geplant 6 Monate.

Als Sicherungsmittel wurden von der DSI, Niederlassung Salzburg ca. 1.350 lfm DYWIDAG-Litzendaueranker aus 4 und 5 Spannstahllitzen 0,6"St 1570/1770 N/mm2 in Längen von 19 bis 31 m, ca. 500 lfm DSI-Injektionsbohranker mit Zubehör sowie ca. 2.400 lfm GEWI ® -Stahl mit Zubehör geliefert.

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