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DYWIDAG-Stabseile für Schrägseilbrücke in Peru

DYWIDAG-Stabseile für Schrägseilbrücke in Peru

Die Atumpampa-Brücke im Bezirk von San Martín im Norden von Peru ist eine der ersten Schrägseilbrücken für Fahrzeuge des Landes und wurde im Rahmen eines Infrastrukturprojektes gebaut.

Die Schrägseilbrücke hat eine Hauptspannweite von 84 m, und die Breite des Brückendecks beträgt 7,20 m. Die Schrägseile wurden bei der Atumpapa-Brücke sowohl auf den zwei geneigten, 27 m hohen, doppelten Pylonenpaaren als auch am Brückendeck selbst verankert. Der Brückenüberbau besteht aus zwei massiven, Doppel T-förmigen Stahlträgern mit variabler Überhöhung, die mit Querträgern versteift wurden und das 16 cm starke, betonierte Brückendeck tragen.

Die Verankerungen der Schrägseile wurden am Brückendeck an den außen verlaufenden, massiven T-förmigen Stahlträgern montiert. An den Verankerungen wurden anschließend die 12 paarweise angeordnete Schrägseile montiert und gespannt. Die Schrägseile bestehen aus DYWIDAG-Stabspanngliedern, Ø 32 mm. Die beiden geneigten Pylonenpaare wurden zusätzlich mit jeweils 6 paarweise angeordneten Schrägseilen am Widerlager rückverankert.

16 weitere DYWIDAG-Stabspannglieder, Ø 36 mm, wurden zudem als Verstärkung in den horizontal verlaufenden betonierten Querträgern als Aussteifung der Pylonenpaare eingebaut und vorgespannt.

Zur Aussteifung des Brückendecks wurden weiterhin auf dem Brückendeck im Abstand von je 4 m Doppel-T-Stahlträger in Querrichtung montiert. Entsprechend den Montagepunkten dieser Querträger wurden dann die Verankerungen für die Schrägseile punktgenau montiert.

Die Vorspannung der Schrägseile erfolgte nach Montage mit vier hydraulischen Spannpressen, wobei gleichzeitig auf beiden Seiten jedes Pylons gearbeitet wurde, um die Kräfte gleichmäßig abzuleiten. Insgesamt wurden 24 Schrägseilpaare vorgespannt, die die Lasten des Brückendecks aufnehmen. Parallel hierzu erfolgten die Spannarbeiten für die sechs paarweise angeordneten Schrägseile, welche die Lasten zum Widerlager hin abtragen. Zuerst wurden die kurzen Schrägseile gespannt und anschließend die längeren, bis mittig zur Brückendecke hin führenden Schrägseile.

Um auch zukünftig einen einfachen Austausch der Schrägseile zu gewährleisten, wurden in den Pylonen Hüllrohre aus Metall zu den Verankerungskörpern hin einbetoniert. Als weitere Schutzmaßnahme gegen Vandalismus und gegen Korrosionsschäden wurden die Schrägseile in HDPE-Hüllrohre geführt und anschließend mit Zementmörtel verfüllt. Der gesamte Einbau der 40 Stabspannglieder wurde von peruanischen Mitarbeitern in einer Rekordzeit von nur zwei Wochen erfolgreich durchgeführt.

Der DSI-Lizenznehmer SAMAYCA Ingenieros S.A.C. lieferte die benötigten Spannglieder und führte die Spannarbeiten sowie die Injektion der Schrägseile durch. Zudem erstellte SAMAYCA die Detailplanung für das Spannen der Schrägseile. Die Schrägseile wurden im Juni 2009 vorgespannt, und die Brücke wurde im August 2009 dem Verkehr übergeben.

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