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DYWIDAG-Spannpressen sichern Einschub der Athabasca River Brücke, Alberta, Kanada

DYWIDAG-Spannpressen sichern Einschub der Athabasca River Brücke, Alberta, Kanada

Im Zusammenhang mit der Erschließung von Ölsandvorkommen der Athabasca-Ölsande wurde in Fort McMurray eine neue Brücke über den Athabasca-Fluss gebaut. Die neue Brücke verläuft parallel zu den zwei vorhandenen Brücken und verdoppelt die Kapazität des Highway 63 an der Kreuzung über den Athabasca-Fluss.

Der Überbau der 472 m langen und 30 m breiten Brücke, die sich aus mehreren Brückenfeldern zusammensetzt, besteht aus zehn Stahlträgerkästen mit einem Brückendeck aus Ortbeton. Die zehn Trägerkästen wurden gleichzeitig eingehoben, da dies die wirtschaftlichste Lösung darstellte und eine schnelle Durchführung der Arbeiten ermöglichte. Hierbei handelte es sich um einen der gewichtsmäßig schwersten Stahlbrücken- Einhebevorgänge in Nordamerika, denn das Gesamtgewicht der Stahlkonstruktion betrug über 6.000 t.

Die Kragarme in Form eines Vorbauschnabels, die Startrampe, die Trägerstützen mit den Gleitlagern und die Schubvorrichtung mussten detailliert geplant werden. DSI Kanada lieferte für dieses Projekt die Einschubvorrichtung, hydraulische Spannpressen mit Zubehör sowie die Verankerungen. Während des Einhebens kragten die Träger bis zu 76 m frei aus, ohne dass temporäre Stützen verwendet wurden.

Der Kragarm, der am vordersten Segment der Träger befestigt wurde, lag auf den Brückenpfeilern auf. Insgesamt wurden damit 394 m der Brücke eingehoben, während die restlichen 78 m mit Hilfe von Kränen installiert wurden. Am Widerlager und auf jedem Brückenpfeiler waren seitliche Führungsschienen positioniert, um die Längsausrichtung der Träger einzuhalten. Auf der Unterseite jedes Trägers wurde ein Schlittenbalken aus Stahl zur vertikalen Stabilisierung und für eine bessere Beweglichkeit in Laufrichtung eingesetzt. An der Unterseite der Stahlträger wurden insgesamt 10 Litzenspannpressen montiert, die alle synchron mit einem einzigen Hydraulikaggregat gesteuert wurden. Hochfeste Litzen wurden am Widerlager verankert und verliefen entlang der H-förmigen Stahlträger zu den Litzenspannpressen.

Während der Spannarbeiten erfassten die Spannpressen die Litzen, was das Einheben in Längsrichtung ermöglichte. Jeder Schlittenbalken wurde mit einem Querbalken verbunden, der die Kraft in Längsrichtung von den Schlittenbalken auf die Träger übertrug. Kurz vor der Fertigstellung betrug die maximale Kraft der Litzenspannpresse ca. 4.600 kN. Das Einheben wurde innerhalb des vorgesehenen Zeitplans erfolgreich durchgeführt.

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