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Hangsicherung mit DYWIDAG-Dauerlitzenankern im Alpenvorland

Hangsicherung mit DYWIDAG-Dauerlitzenankern im Alpenvorland

Über 20.000 Fahrzeuge nutzen täglich die Bundesstraße B 472 im Süd-Westen Münchens. Um die Leistungsfähigkeit der einzigen überregionalen Ost-West- Verbindung im Alpenvorland von Kempten bis Salzburg zu erhöhen, begannen im Jahr 2002 die Arbeiten an der Ortsumgehung für Peißenberg, die im Dezember 2008 eröffnet wurde.

Als Teil dieser Umgehungsstraße war ursprünglich auch der Ausbau der westlich von Peißenberg liegenden, unfallträchtigen Hohenwarter Kurve vorgesehen. Die Bauarbeiten in diesem Abschnitt mussten jedoch über längere Zeit hinweg gestoppt werden, weil sich in diesem Bereich eine geologische Gleitfuge unter der Erdoberfläche befand, die den gesamten über dem Bauabschnitt liegenden Hang gefährdete.

Das Staatliche Bauamt entwickelte auf Basis eines geologischen Gutachtens, das den Hang als stark rutschgefährdet einstufte, in Zusammenarbeit mit der TU München ein Konzept zur umfassenden Sicherung und erteilte der ARGE B 472 OU – Peißenberg Los 8.1 den Auftrag zur Ausführung der Arbeiten in diesem Bereich.

Zur Stabilisierung des Hanges wurde zunächst im Bereich der Baustelle das Erdreich abgetragen, bis das Niveau der Gleitfuge erreicht war. Anschließend brachte man 730 Bohrpfähle zur Gründungssicherung in den Untergrund ein.

Sowohl im Bereich der Gleitfuge als auch während der Wiederaufschüttung des Bodens wurde der Hang jeweils abschnittsweise rückverankert. Nachdem das ursprüngliche Bodenniveau wieder erreicht worden war, begannen die Arbeiten an einer Hangsicherung östlich der Hohenwarter Kurve für einen Wirtschaftsweg, der die direkte Zufahrt zu einer nahe gelegenen Feriensiedlung ermöglichen wird.

Zur Sicherung des Hangs und des oberhalb der Baustelle liegenden Grundstücks war der Bau einer Stützwand erforderlich. DSI lieferte zur Rückverankerung der Stützwand 218 DYWIDAG-Dauerlitzenanker mit 5 Litzen in Längen von 16-19 m, die in ein bis zwei Lagen eingebaut wurden.

Die insgesamt 5,2 km lange Hohenpeißenberger Umfahrung wird voraussichtlich im Jahr 2016 für den Verkehr freigegeben.

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