DYWIDAG-SYSTEMS INTERNATIONAL
Klicken zum Vergrößern

Sprache

Dauerhafte Straßenverbindungen im schroffen Terrain: Die Agematsu-Brücke

Dauerhafte Straßenverbindungen im schroffen Terrain: Die Agematsu-Brücke

Bereits in der Edo-Zeit vom 17. bis 19. Jahrhundert war die damals Nakasendo genannte Straßenverbindung von Edo (heute Tokyo) nach Kyoto sehr schwierig zu realisieren, da sie mitten durch das schroffe Kiso-Tal im Südwesten der Präfektur Nagano auf der japanischen Hauptinsel Honshu führte.

Auch heute noch stellte der Bau der Agematsu-Brücke entlang der Nationalstraße Nr. 19 in diesem Bereich die ausführenden Unternehmen vor große Herausforderungen. Im Rahmen von Infrastrukturverbesserungsmaßnahmen wurde in der Region Kakehashi ein ca. 2,7 km langes Teilstück der Nationalstraße Nr. 19 auf das gegenüberliegende Ufer des Flusses Kiso verlegt.

In diesem besonders steilen Abschnitt der Nationalstraße, der auch durch Schuttlawinen sehr gefährdet ist, wurden bereits im Vorfeld mehrere Verbesserungsmaßnahmen durchgeführt. Die Verlegung der Straße stellte die abschließende Maßnahme dar.

Die Stromschnellen im Kiso-Fluss erschwerten die Gründungsarbeiten. Zudem musste die Brücke den Fluss schräg überqueren, was eine gekrümmte Brückenkonstruktion erforderte. Der planerische Entwurf sah eine Bogenbrücke mit einer Spannweite von über 150 m vor.

Neben der Wirtschaftlichkeit spielten auch die gewünschte 100-jährige Lebensdauer sowie der Wunsch, dass sich die Brücke harmonisch in die landschaftliche Umgebung einpassen sollte, eine wichtige Rolle bei der Auswahl des Brückendesigns. Vor dem Hintergrund der genannten Auswahlkriterien entschied man sich für eine Bogenbrücke mit einer nach oben aufgeständerten Stahlbetonfahrbahnplatte.

Hochfester Beton mit einer Festigkeit von 50 N/mm² und hochfeste Bewehrungsstäbe der Güte SD490 gewährleisteten die Erdbebensicherheit und damit die erforderliche Langlebigkeit der Brückenkonstruktion und ermöglichten gleichzeitig einen optimierten Querschnitt des Brückenbogens.

Die Bogensegmente der Brückenkonstruktion wurden entsprechend der gekrümmten Brückenkonstruktion gebaut. Als Auflager für die Fahrbahnplatte kamen Versteifungsrippen zum Einsatz, auf denen die auskragenden Fahrbahnplatten horizontal justiert und der Krümmung der Brücke angepasst werden konnten.

Die Versteifungsrippen wurden in Stahlbeton-, die versteifte Trägerkonstruktion dagegen in Spannbetonbauweise erstellt. Zur Vorspannung des in Längsrichtung verlaufenden Haupt-Versteifungsträgers kam eine Kombination aus internen und externen DYWIDAG-Litzenspanngliedern zum Einsatz. Während die interne Vorspannung aus DYWIDAG-Litzenspanngliedern, Typ 12S 15.2 mit MA-Verankerungen bestand, verwendete man für die externe Vorspannung mit Epoxidharz beschichtete und verfüllte DYWIDAG-Litzenspannglieder, Typ 19S 15.2 mit MC-Verankerungen. Als Quervorspannung wurden zudem vorinjizierte Litzen, Typ 1S 21.8 als Spannglieder installiert.

dsi map overlay